Über uns
Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist bei der Entwicklung eingebetteter Systeme notwendig. Seitens der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg arbeiten in der Forschung 15 Lehrstühle bereits seit 2007 im Interdisziplinären Zentrum für Eingebettete Systeme (ESI) zusammen. Forschung an der Universität kann aber nur einen Teil der Bedürfnisse der Industrie abdecken, da neben den grundlagenorientierten Forschungsaktivitäten auch ein stark ausgeprägtes Anwendungswissen erforderlich ist - das Wissen über den Kontext, in das das zu entwickelnde System eingebettet wird. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) ist mit dem Thema Eingebettete Systeme stark verbunden und hat sich auf diesem Gebiet viel Anwendungswissen erarbeitet, so dass es als Mittler zwischen universitärer Grundlagenforschung und der industriellen Produktumsetzung auftreten kann. Ziel des Anwendungszentrums ist es, die Synergieeffekte aus der Kooperation zwischen Universität und Fraunhofer-Institut für bayerische Unternehmen nutzbar zu machen.
Start: Kristallisationskeim und Pilotprojekte
Die Grundlage des ESI-Anwendungszentrums markieren zunächst das Fraunhofer-Pilotprojekt Ressourcenoptimierte Funksysteme sowie weitere Pilotprojekte zu Querschnittsthemen am Interdisziplinären Zentrum ESI, die sich mit den wichtigen Querschnittsthemen Prozessoren und Architekturen, Systematischer Entwurf und Realisierung, Zuverlässigkeit und Systemintegration für eingebettete Systeme beschäftigen.
Ziel: Das ESI-Anwendungszentrum
In einer späteren Phase wird die Geschäftsstelle (aus dem Kristallisationskeim) ausgebaut zu einem Anwendungszentrum am Fraunhofer IIS. Dort werden weitere Stellen nach dem Fraunhofer-Modell geschaffen. Neben der Leitung und Koordination durch Fraunhofer-IIS-Mitarbeiter werden gezielt wissenschaftliche Mitarbeiter der FAU in die Projekte eingebunden, um den Transfer von wissenschaftlichen Grundlagen über Projekte der Vorlaufforschung bis zur produktnahen Entwicklung zu realisieren. Das Know-how der Lehrstühle soll durch für diese Aufgabe speziell geförderte Doktoranden einfließen. Zusätzlich werden an den Lehrstühlen der FAU eigene Teilprojekte durchgeführt, die neues Grundlagenwissen schaffen sollen und die auch mit dem Fraunhofer IIS vernetzt sind.

Inhaltlich sollen weitere Themen integriert werden, wie etwa die Sensorik und weitere Aspekte der Kommunikation und Vernetzung eigebetteter Systeme.
Zusätzliche Mittel sollen durch die Einbindung von Industrie und Wirtschaft in konkrete Projekte eingeworben werden. Ferner sollen auch Drittmittel von verschiedenen Fördergebern (wie der EU, der DFG u.a.) hinzukommen. Ziel ist es, langfristig 25 Personen aufzubauen (Fraunhofer-Abteilungsgröße), um ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen.

